SSTV - Slow Scan Television

Vorwort

Slow Scan Television SSTV ist eine Digitale Betriebsart im Amateurfunkdienst und dient der langsamen Übertragung von Standbildern.

Einleitung

Die Übertragungsgeschwindigkeit von Amateurfunk-Fax ist bei großer Bildqualität doch recht gering, sodass man in den USA um 1960 ein Verfahren entwickelte, um Bilder schneller zu übertragen. Im Deutschen wird SSTV Schmalband-Fernsehen genannt und kann in einer Minute z.B. mehrere Schwarz-Weiß-Bilder übertragen. Das ist ziemlich einfach, man benötigt nur eine Video-Kamera und einen Speicherkonverter oder ein entsprechendes PC-Programm, welches die Videosignale in übertragbare Töne umwandelt, welche dann auf den Sender gegeben werden. Bei dem Empfänger werden diese Signale einfach zurück gewandelt und als Standbild auf einem Monitor sichtbar gemacht.

Bei der analogen Betriebsart SSTV wird also quasi jedes Pixel eines abgespeicherten Bildes abgetastet, je nach Helligkeit in einen Ton zwischen 1500 Hz und 2300 Hz umgewandelt und in einem bestimmten Verfahren (bei Farb-SSTV beispielsweise "Martin M1") wiedergegeben. Beim Empfänger läuft die Abtastung der vom Sender wiedergegebenen Töne zeit synchron (1200 Hz-Taktsignal) zum Sender, also in selbiger Geschwindigkeit.

SSTV ist die schmalbandige Vorstufe zum breitbandigen Amateurfunk-Fernsehen (über 7 MHz). SSTV besitzt eine dem Sprachkanal angepasste Bandbreite (unter 3 KHz) und eignet sich hervorragend, um auf Kurzwelle Bilder rund um die Welt zu schicken. Aber auch auf den UKW-Bändern gibt es Treff-Frequenzen zum Bildaustausch, und spezielle SSTV-Relais geben ein eingespeichertes Bild nach kurzer Pause auf der gleichen Frequenz wieder aus (z.B. zur Qualitätskontrolle).

Infos

http://users.telenet.be/on4qz/
http://gentoo-portage.com/media-radio/qsstv